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LNG-Terminal Mukran: Anwohner kämpfen weiter gegen Umweltrisiken!

Das LNG-Terminal „Deutsche Ostsee“ in Mukran auf Rügen steht erneut im Brennpunkt öffentlicher Kritik. Anwohner und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) haben ihre Bedenken über die geplanten Aktivitäten der Betreiberfirma Deutsche ReGas geäußert, die eine Wiederaufnahme der Umladung und Weiterverschiffung von Flüssigerdgas (LNG) anstreben. Die Vorwürfe richten sich gegen die rechtlichen Rahmenbedingungen des sogenannten Reload, das den ursprünglichen Zweck der Anlage infrage stellt. Dies bekräftigte die Gemeinde Binz, die zusammen mit der DUH im vergangenen Jahr gegen die Pläne klagte. Doch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies diese Klage kürzlich ab und eröffnete damit der Deutsche ReGas den Weg für eine fortgesetzte Nutzung des Terminals, das derzeit nur zu 35 Prozent ausgelastet ist. Dies berichtet die Berliner Zeitung.

Die situationelle Vielfalt um das Terminal bleibt angespannt. Der Bürgermeister von Binz, Karsten Schneider, kritisiert die Entscheidung des Umweltministeriums und fordert die Schließung des Terminals. Der zuständige Betreiber hat geäußert, dass die Kritiken unbegründet seien, und argumentiert, dass das Reload-Angebot zur europäischen Versorgungssicherheit beitrage. In der ersten Hälfte des Jahres 2025 ist bisher jedoch nur eine LNG-Ladung in Mukran angekommen, obwohl 110 Ladungen pro Jahr erwartet wurden. Diese stagnierenden Zahlen zeigen, dass die Initiative zur Nutzung des Terminals hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Genehmigung und Umweltbedenken

Eine aktuelle Entscheidung der zuständigen Behörde ermöglicht es der Deutschen ReGas, das LNG-Terminal ohne die Nutzung von Landstrom zu betreiben. In den kommenden Monaten sind jedoch Maßnahmen gegen Lärm und Abgase erforderlich. Berichte deuten darauf hin, dass der Betrieb in der Vergangenheit Grenzwerte für Abgase und Lärm überschritten hat. Die Betreiber müssen spätestens Mitte nächsten Jahres Maßnahmen ergreifen, um Katalysatoren an Bord ihrer Regasifizierungsschiffe einzubauen. Der Betrieb des Terminals kann nur eingeschränkt weitergeführt werden, bis diese Nachrüstungen umgesetzt sind. Laut NDR sind die maximalen Betriebszeiten bestimmter Motoren ohne Katalysatoren auf 70 Prozent beschränkt.

Die Behörde hat die Genehmigung für das Terminal unter Auflagen über den 31. Dezember 2024 hinaus erteilt. Innerhalb von drei Monaten müssen zudem Maßnahmen zum Schallschutz umgesetzt werden, andernfalls könnte die Genehmigung widerrufen werden. Dies verdeutlicht die Herausforderung, das Terminal im Einklang mit umweltrechtlichen Vorgaben zu betreiben.

Politische Dimensionen

Die Diskussion um das LNG-Terminal ist Teil einer umfassenderen Debatte über die Energiewende und die Notwendigkeit von Flüssiggas in Deutschland. Energieminister Robert Habeck verfolgt Bestrebungen zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren für den Bau von LNG-Terminals, um die Energieversorgung vor dem nächsten Winter zu sichern. Diese Maßnahmen wurden im Rahmen des LNG-Beschleunigungsgesetzes vorgestellt, das von Parlamentariern als notwendig erachtet wird, um auf die Notlage in der Energieversorgung zu reagieren.

Allerdings stoßen diese Zugeständnisse auf Widerstand. Umweltverbände äußern Bedenken hinsichtlich möglicher Überversorgung mit Erdgas und fordern, dass Ausnahmen von Umweltverträglichkeitsprüfungen nur für schwimmende Terminals gelten sollten. Die Diskussion über die Balance zwischen Energieversorgung und Umweltschutz zieht sich durch die politische Landschaft, wobei Berichte aus dem Bundestag unterstreichen, dass die Notwendigkeit für besonnene Entscheidungen gegeben ist.

Die Bürgerinitiative Lebenswertes Rügen kritisiert die Landesregierung und fordert das Ende des LNG-Projekts in Mukran. Seit 27 Monaten dauern die Proteste gegen das LNG-Terminal an und zeigen, wie gespalten die Meinung über die zukünftige Energieversorgung ist. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, wenn es darum geht, die Herausforderungen des Betriebs im Einklang mit den Umweltstandards zu meistern und gleichzeitig die Bedürfnisse der Bürger zu berücksichtigen.

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