
Im kommenden Jahr drohen im Saarland massive Streiks, besonders im Gesundheitssektor. Der Marburger Bund hat bereits Vollstreiks in kommunalen Krankenhäusern für den 15., 16. und 17. Januar angekündigt, nachdem 92 Prozent der Mitglieder in einer Urabstimmung dafür gestimmt haben. Betroffen sind unter anderem das Klinikum Saarbrücken und das Kreiskrankenhaus St. Ingbert, wie die Saarbrücker Zeitung berichtete. Die Stimmung ist angespannt, und die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Erhöhung der Gehälter um 8,5 Prozent sowie Reformen der Dienstregelungen und finanzielle Verbesserungen für Bereitschaftsdienste.
Außerdem beginnen am 24. Januar die Tarifverhandlungen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst, darunter Mitarbeiter von Kitas und im ÖPNV. Die Gewerkschaft Verdi hat bereits gewarnt, dass auch hier Warnstreiks „nicht auszuschließen“ seien. Verdi-Chef Frank Werneke erläuterte, dass rund 2,5 Millionen Beschäftigte von diesen Verhandlungen betroffen sind, was die Möglichkeit weiterer Streiks aufzeigt. Die Forderungen an die kommunalen Arbeitgeberverbände sind klar: Sie sollen ein akzeptables Angebot vorlegen, um ernsthafte Konflikte zu vermeiden. Die Lage ist einfach: Ohne ein schlüssiges Angebot könnte ab dem 15. Januar der Arbeitskampf beginnen, wie auch in den Berichten von Tagesschau nachzulesen ist.