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Leinenpflicht für Hunde: Schutz der Wildtiere in Berlin beachten!

In Berlin und darüber hinaus treten am 1. März 2024 neue Vorgaben für Hundebesitzer in Kraft, die im Zuge der Brut- und Setzzeit besondere Rücksichtnahme auf die heimische Tierwelt erfordern. Die Brut- und Setzzeit dauert bis zum 15. Juli und umfasst das Aufziehen von Jungtieren durch verschiedene Wildtierarten, darunter Wachteln, Enten und Rehe. In dieser Zeit sind Hundehalter gesetzlich verpflichtet, ihre Tiere an der Leine zu führen, um potenzielle Störungen in den Lebensräumen der Wildtiere zu verhindern. Diese Regeln sind nicht nur lokal von Bedeutung, sondern finden sich auch landesweit in den Naturschutzgesetzen wieder, wie NABU erklärt.

Der Schutz der Tierwelt steht bei dieser Regelung an oberster Stelle. In Berlin gilt seit Januar 2019 eine allgemeine Leinenpflicht für Hunde, mit Ausnahme von speziell ausgewiesenen Auslaufflächen. Lars Sund, Artenschutzreferent des NABU, warnt zudem vor den Gefahren für Hunde, die in die Nähe von Wildschweinen mit Frischlingen gelangen könnten. Die ungestörte Fortpflanzung ist für viele Arten von entscheidender Bedeutung und hat daher auch rechtliche Grundlagen, die die Natur und deren Bewohner schützen.

Regelungen der Leinenpflicht

Die Leinenpflicht während der Brut- und Setzzeit wird von den Behörden konsequent durchgesetzt. Hunde müssen in Wäldern und auf Grünflächen an einer maximal zwei Meter langen Leine geführt werden. Der Naturschutzbund empfiehlt Hundebesitzern, ihre Hunde bereits bis zu drei Wochen vor dem 1. April an die Leine zu nehmen, da die Brutzeit durch den Klimawandel möglicherweise früher beginnt. In Niedersachsen, wo diese Regeln seit 2002 durch ein Landesgesetz festgeschrieben sind, kann ein Verstoß gegen die Leinenpflicht mit Bußgeldern bis zu 5.000 Euro geahndet werden.

In vielen Regionen Deutschlands, einschließlich Naturschutzgebieten wie dem Nationalpark Harz, gilt ganzjährig eine allgemeine Leinenpflicht, die die Rücksichtnahme auf die Tierwelt noch weiter verstärkt. In Berlin dürfen freilaufende Hunde sogar von Jägern erschossen werden, wenn sie Wild nachstellen, was die Dringlichkeit der Leinenpflicht noch einmal verdeutlicht, um Unfälle und Störungen zu vermeiden.

Verantwortung der Hundebesitzer

Hundebesitzer sind aufgerufen, sich über lokale Vorschriften zu informieren, um gesetzliche Rahmenbedingungen zu beachten. Diese variieren je nach Stadt und Gemeinde und können zusätzliche Regelungen wie Leinenzwang in Parks und Grünanlagen beinhalten. Rücksichtnahme auf die Natur ist während dieser Zeit besonders wichtig, um Stress und Gefahren für die heimische Tierwelt zu reduzieren. Der NABU und andere Naturschutzorganisationen bieten umfassende Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und Verhaltenstipps für Hundebesitzer an.

Die Brut- und Setzzeit ist ein bedeutender Zeitraum, der die Fortpflanzung und das Überleben vieler Wildtierarten sichert. Mit einer verantwortungsvollen Haltung können Hundebesitzer aktiv zum Schutz der Tierwelt beitragen und dessen ökologisches Gleichgewicht aufrechterhalten. Daher ist es entscheidend, sich an die Vorschriften zu halten und die Natur zu respektieren.

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