
Am Morgen des 14. Januar 2025 kam es in Wismar, Landkreis Nordwestmecklenburg, zu mehreren Glätteunfällen, die durch winterliche Straßenbedingungen verursacht wurden. Zwischen 7:00 und 8:30 Uhr wurden mindestens sechs Verkehrsunfälle registriert, bei denen überwiegend Sachschäden an Fahrzeugen entstanden. Eine 45-jährige Lkw-Fahrerin verlor in der Breiten Straße die Kontrolle über ihr Fahrzeug und prallte gegen ein geparktes Auto. Darüber hinaus stürzte eine Radfahrerin in der Claus-Jesup-Straße und zog sich leichte Verletzungen zu. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf mehrere Tausend Euro, was auf die gefährlichen Bedingungen auf den Straßen hinweist.
Ein Bericht von tagesschau.de hebt hervor, dass Schneeschauer und Straßenglätte in den letzten Stunden zu einer Reihe weiterer Verkehrsunfälle in verschiedenen Regionen Deutschlands führten. Behörden in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und anderen Bundesländern berichteten über einen alarmierenden Anstieg von Unfällen. Allein in Bremen ereigneten sich innerhalb kurzer Zeit rund 80 Glätteunfälle.
Die Gefahren winterlicher Straßenverhältnisse
Die winterlichen Verhältnisse führten zu einem erhöhten Unfallrisiko auf den Straßen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte speziell für das Wochenende vor glatten Straßen. In Niedersachsen wurden über 110 Verkehrsunfälle in nur acht Stunden verzeichnet, und im Landkreis Stade wurden ebenfalls mehrere Personen leicht verletzt. Tragisch war ein Vorfall auf der A1, bei dem Hunderte Forellen auf tragische Weise aufgrund eines Glatteisunfalls verendeten.
Im Kontext der winterlichen Wetterbedingungen sind Verkehrsunfälle in den kälteren Monaten nicht ungewöhnlich, was auch eine Analyse des Umweltbundesamtes bestätigt. Es wurde festgestellt, dass Schnee und Eis in den Monaten Januar, Februar und Dezember häufig Mitursachen für zahlreiche Unfälle mit Personenschäden sind. Trotz eines Anstiegs der Unfälle in diesen Monaten bleiben die totalen Unfälle mit Personenschaden vergleichsweise niedrig.
Auswirkungen auf den Reiseverkehr
Die winterlichen Bedingungen haben auch Auswirkungen auf den Reiseverkehr. Am Flughafen Frankfurt und am Hauptstadtflughafen BER mussten Reisende mit Verspätungen und Ausfällen rechnen. Am Freitagabend waren bereits mehrere Flüge am BER aufgrund von Glatteis gestrichen worden, was viele Fluggäste vor erhebliche Probleme stellte. Reisende wurden aufgefordert, mehr Zeit einzuplanen und den Flugstatus regelmäßig zu überprüfen.
Insgesamt verdeutlichen die jüngsten Ereignisse die Notwendigkeit, die Verkehrsinfrastruktur an sich verändernde klimatische Bedingungen anzupassen. Der Anstieg von Extremwetterereignissen könnte in Zukunft zu einer Zunahme solcher Unfallereignisse führen, weshalb präventive Maßnahmen und ein besseres Verständnis der Verkehrssicherheit in winterlichen Bedingungen von großer Bedeutung sind.