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Schließung der Druckerei Pi Print: Ein Zeichen für den Wandel in der Branche!

Am 31. März 2025 müssen die Mitarbeiter der Druckerei Pi Print in Stralsund eine bittere Entscheidung hinnehmen. Das Unternehmen, das vor anderthalb Jahren von der Piehl Investment Group aus der Insolvenz gerettet wurde, schließt seine Pforten in der Frankenstraße 53 zum Ende April. Marco Piehl, der Geschäftsführer, erläutert, dass dies eine wirtschaftlich erforderliche Entscheidung sei und keine Insolvenz. Die Herausforderung, mit günstigeren Online-Anbietern und der Produktion im Ausland zu konkurrieren, führte zu einem signifikanten Rückgang der Aufträge.

Die Umstellung der Kunden hin zu Online-Diensten hat die Druckerei vor wirtschaftliche Schwierigkeiten gestellt. Trotz diversifizierter Ansätze, wie die Eröffnung von Läden unter dem Namen „nichtsmeeralsdas“ in Stralsund und Greifswald, reichte der Umsatz nicht aus, um die hohen Leasinggebühren für die Druckgeräte zu decken. Der Betrieb wird jedoch nicht vollständig eingestellt: Am Unternehmenssitz Am Kütertor bleiben Druckmöglichkeiten bestehen, und Produkte sowie Großformatdrucke werden weiterhin angeboten. Insbesondere historische Kalender für Stralsund, Greifswald und Rügen, die in Zusammenarbeit mit anderen Druckereien produziert werden, werden weiterhin gefertigt.

Übernahmegespräche und Herausforderungen in der Druckbranche

Die Schließung der Druckerei in Stralsund ist nicht das einzige Beispiel für schwierige Zeiten in der Branche. Dorner Druck + Medien, ein Digitaldruck-Spezialist mit Sitz in Aichwald, hat ebenfalls einen Insolvenzantrag gestellt. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter wurde bereits bestellt, allerdings soll der Geschäftsbetrieb während des Insolvenzverfahrens weiterlaufen. Geschäftsführer Dirk Schneider erklärt, dass die finanziellen Probleme aus Umsatzrückgängen, Preiserhöhungen bei Druckzubehör und Energie sowie Lieferkettenproblematik resultieren. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sind Gespräche mit potenziellen Übernehmern im Gange, die bisher positiv verlaufen.

Für Dorner Druck + Medien, das 1977 gegründet wurde, sind die Gehälter der Mitarbeiter bis mindestens Ende des Jahres gesichert. Trotz der Schwierigkeiten im Geschäftsumfeld bleibt das Unternehmen optimistisch und setzt darauf, ausreichend Aufträge zu erhalten, um die Kostenerhöhungen auszugleichen.

Mit all diesen Entwicklungen wird deutlich, wie herausfordernd das Geschäftsfeld im Bereich Druck und Medien geworden ist. Die Anpassungen und Innovationen, die Geistesgegenwart und Flexibilität erfordern, sind entscheidend, um in der stark umkämpften Branche bestehen zu können. Die aktuelle Lage zeigt zudem, dass sowohl etablierte Druckereien als auch neue Dienstleister sich ständig neu erfinden müssen, um im digitalen Zeitalter wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Schließung von Pi Print und die Insolvenz von Dorner Druck + Medien sind Mahnmale für die Branche, die sich in einem Wandel befindet, während die Digitalisierung und Kostendruck die traditionellen Geschäftsmodelle stark beeinflussen.

Diese Entwicklungen machen besonders sichtbar, wie wichtig es für Unternehmen ist, nicht nur die eigene Strategie ständig zu überdenken, sondern auch auf die sich verändernden Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Kunden einzugehen. Der Druck auf die Branche wird nicht nachlassen, und viele Druckerzeuger müssen sich den Herausforderungen stellen, um in der Zukunft bestehen zu können.

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Was ist passiert?
Insolvenz
In welcher Region?
Aichwald, Esslingen, Stralsund, Greifswald, Rügen
Genauer Ort bekannt?
Frankenstraße 53, 18439 Stralsund, Deutschland
Ursache
Umsatzrückgänge, Preissteigerungen, Lieferkettenproblemen
Beste Referenz
ostsee-zeitung.de
Weitere Infos
schultze-braun.de
Analysierte Quellen
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