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KinderUni am Freitag: Katastrophen meistern – So hilft unser System!

Am Freitag, den 24. Januar 2025, findet an der KinderUniversität Wismar eine ganz besondere Veranstaltung statt, die sich an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren richtet. Die Vorlesungen beginnen um 15:00 Uhr und 16:30 Uhr und thematisieren die wichtigen Aspekte von Katastrophen und deren Bewältigung. Die Kinder lernen dabei, wie man auf Hochwasser, Erdbeben, Pandemien, Großbrände und Chemieunfälle reagieren kann. Wismar.fm berichtet, dass das Hauptaugenmerk darauf liegt, das System des Brandschutzes und Katastrophenschutzes zu erklären sowie die Bedeutung der Eigenvorsorge zu verdeutlichen.

Die Vorlesung wird von Uwe Becker gehalten, einem erfahrenen Experten im Krisenmanagement und derzeitigen Referatsleiter im Bereich Brand- und Katastrophenschutz beim Ministerium für Inneres, Bau und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern. Becker ist seit 1980 Berufsfeuerwehrmann und hat wertvolle Erfahrungen in der internationalen Katastrophenhilfe, unter anderem als Gründungsmitglied der Hilfsorganisation ISAR-Germany. Seine Einsätze führten ihn unter anderem nach Peru, Pakistan und Thailand.

Das zentrale System des Katastrophenschutzes

Deutschland verfügt über ein föderales Katastrophenschutzsystem mit einer klaren Verteilung der Verantwortlichkeiten zwischen Bund und Ländern. Laut EU Civil Protection wird der Bevölkerungsschutz in zwei Bereiche unterteilt: den Katastrophenschutz, der in Friedenszeiten von den Ländern verwaltet wird, und den Zivilschutz, für den der Bund zuständig ist, insbesondere in Krisensituationen.

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) spielt eine zentrale Rolle im Bevölkerungsschutz, indem es die Zusammenarbeit zwischen den Ministerien koordiniert und nationale Sicherheitsstrategien entwickelt. Zu den nationalen Behörden zählen unter anderem das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie das Technische Hilfswerk (THW), das technische Unterstützung in Notfällen bereitstellt.

Freiwillige und Prävention im Katastrophenschutz

Das Katastrophenschutzsystem in Deutschland ist auf mehr als 1,8 Millionen Freiwillige angewiesen, die zusammen mit hauptamtlichen Mitarbeitern eine essenzielle Rolle spielen. Prävention wird durch einen sektorübergreifenden Ansatz gefördert und erfordert ebenfalls rechtliche Rahmenbedingungen. Nationale Risikobewertungen wurde seit 2012 durchgeführt, um auf potenzielle Gefahren wie Überschwemmungen und Epidemien vorbereitet zu sein.

Zudem hat Deutschland Verantwortung in internationalen Katastrophenhilfsoperationen übernommen, was durch bilaterale Abkommen mit Nachbarstaaten und die Koordination des Bundeswehr Territorial Tasks Command für NATO- und EU-Operationen unterstützt wird. Diese vielfältige und strukturierte Herangehensweise zeigt die Ernsthaftigkeit, mit der das Land seinen Bevölkerungsschutz organisiert.

Die Rolle internationaler Organisationen

Zusätzlich zu nationalen Bemühungen sind auch internationale Organisationen wie die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung von großer Bedeutung. Laut DKKV stellen diese Organisationen den prominentesten nicht-staatlichen Akteur der internationalen Katastrophenhilfe dar und sind ein essenzieller Bestandteil des humanitären Völkerrechts. Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes ist dabei die einzige Organisation, die in den Genfer Konventionen direkt erwähnt wird.

Insgesamt zeigt die Veranstaltung an der KinderUniversität Wismar das Bestreben, schon bei den jüngeren Generationen ein Bewusstsein für Katastrophenschutz zu schaffen und die nötigen Kenntnisse zu vermitteln, um im Ernstfall richtig handeln zu können. Die große Erfahrung von Uwe Becker wird den Kindern wertvolle Einblicke in die wichtige Thematik der Katastrophenbewältigung geben.

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