
Ein schwerer Vorfall ereignete sich am frühen Abend des 16. Februar 2025 in Frankfurt (Oder), als ein Mann brutal angegriffen wurde. Der Angreifer attackierte sein Opfer mit einem unbekannten Gegenstand. Nach dem Übergriff flüchtete der Täter, was einen umfassenden Einsatz und Suchmaßnahmen der Polizei nach sich zog. Laut der Borkener Zeitung wurde der verletzte Mann umgehend in ein Krankenhaus gebracht, wo er behandelt wird. Der Zustand des Opfers ist zurzeit unklar, und momentan gibt es keine Informationen darüber, ob eine vorherige Beziehung zwischen den beiden Männern bestand.
Bevor dieser Vorfall geschah, ereignete sich am 4. Februar 2025 ein weiterer Vorfall im Klinikum Frankfurt (Oder). Ein 70-jähriger Patient wurde aufgrund eines medizinischen Problems in die Klinik eingeliefert. Während seines Aufenthalts begann er plötzlich, eine Krankenschwester anzugreifen und warf Gegenstände um sich, nachdem er einen Atemalkoholwert von 2,09 Promille festgestellt bekam. Die Polizei wurde alarmiert und nahm den Mann in Gewahrsam, wo er seinen Rausch ausschlafen konnte. Laut der Märkischen Online Zeitung erwartet der Mann jetzt eine Anzeige wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.
Ein Anstieg der Gewaltkriminalität
Diese Vorfälle stehen im Kontext eines besorgniserregenden Trends in Deutschland, der durch die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2023 beleuchtet wird. Diese Statistik zeigt, dass die erfassten Straftaten im Jahr 2023 um 5,5 % auf 5.940.667 Fälle angestiegen sind. Dies stellt die höchsten Fallzahlen seit 2016 dar. Ein Anstieg der Gewaltkriminalität wird besonders hervorgehoben; im Jahr 2023 wurden 214.099 Fälle erfasst, was den höchsten Stand seit 2007 erreicht. Die Tatverdächtigenzahlen in dieser Kategorie stiegen um 6,9 % auf 190.605, wie in Bundeskriminalamt zu entnehmen ist.
Zusätzlich lässt sich ein alarmierender Anstieg von 17,0 % bei tatverdächtigen Kindern, sowie 14,4 % bei Jugendlichen im Bereich Gewaltkriminalität verzeichnen. Diese Entwicklung wirft Fragen hinsichtlich sozialer und wirtschaftlicher Belastungen auf. Als Faktoren für den Anstieg der Straftaten werden unter anderem die erhöhte Mobilität nach der Lockerung der Covid-19-Beschränkungen, anhaltende wirtschaftliche Schwierigkeiten und eine hohe Zuwanderungsrate in Deutschland angegeben.
Die jüngsten Gewalttaten in Frankfurt (Oder) reflektieren somit nicht nur individuelles Fehlverhalten, sondern stehen im Wandel eines zunehmend gewalttätigen Umfelds, das in den Zahlen der PKS deutlich wird. Es bleibt abzuwarten, wie die Ermittlungen in beiden Fällen verlaufen und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.