
Der 27. März 2025 könnte für Juan, einen achtjährigen Jungen mit einem charming dunklen Wuschelkopf, als wegweisender Tag in Erinnerung bleiben. Heute sitzt er an einem runden Esstisch und genießt Erdbeerkuchen. An diesen Tisch sitzen auch Caroline Frey, 55 Jahre alt, mit einem grauen Pferdeschwanz, und Elmar Bassen, 54 Jahre alt und mit haarlosem Schädel. Der Moment könnte nicht intimer sein, denn beide beobachten Juan mit einer Zuneigung, die über die bloße Fürsorge hinausgeht. „Er war sofort unser Kind“, sagt Elmar Bassen mit dem Ausdruck einer tiefen Verbundenheit, die den Raum erfüllt.
Caroline Frey ergänzt mit einer ähnlichen Wärme: „Wir hatten das Gefühl, er lade uns ein, seine Eltern zu werden.“ Ihre Worte spiegeln die unerschütterliche Liebe wider, die sie für Juan empfinden. Nach jahrelangen Überlegungen und dem Wunsch, eine Familie zu gründen, haben sie in ihm den Sohn gefunden, den sie sich immer erträumt haben. „Man kann ein Kind nicht mehr lieben, als wir es tun“, äußert sie, und das lässt erahnen, welche emotionale Reise ihnen vorausging.
Die Realität der Adoption
Doch während dieses Bild glücklicher Elternschaft entsteht, gibt es tiefere, oft unsichtbare Schichten, die die Adoption begleiten. Auf der einen Seite steht die Freude über die neue familiäre Einheit. Auf der anderen Seite steht die Realität eines Filiationsbruchs, der mit der Adoption einhergeht. Dieser Bruch bedeutet, dass Juan von seinen biologischen Eltern losgelöst wird und neue familiäre Bindungen zu seinen Adoptiveltern entsteht. Adoption ist als lebenslanger Prozess zu verstehen, der nicht nur das Kind, sondern auch die biologischen Eltern und die Adoptiveltern betrifft, wie es in einem Artikel der PsychArchives beschrieben wird psycharchives.org.
Für Adoptivkinder kann die Realität oft komplex sein. Sie stehen vor Loyalitätskonflikten, die entstehen, wenn sie sich mit ihrer Herkunft und Abstammung auseinandersetzen müssen. Die Enthüllung ihres Adoptionsstatus kann zudem zu Schwierigkeiten führen, neue Bindungen zu ihren Adoptiveltern zu entwickeln. Familientherapeuten betonen die Notwendigkeit, diese emotionalen Herausforderungen zu adressieren.
Die Dynamik innerhalb Familien, die durch Adoption geprägt ist, wird oft durch spezifische Herausforderungen beeinflusst. Adoptiveltern müssen sich nicht nur mit der rechtlichen, sondern auch der emotionalen Dimension der Adoption auseinander setzen. Der Weg zur Schaffung eines harmonischen Familienlebens ist oft mit Fragen gespickt, die es zu klären gilt.
Ein neuer Anfang für alle
Für Juan und seine neuen Eltern, Elmar und Caroline, ist heute ein besonderer Anfang. Sie träumen von einer gemeinsamen Zukunft, die all die Herausforderungen und Freuden des Familienlebens umfassen wird. Ihre Bindung mag gerade erst entstehen, doch die tiefen Gefühle, die sie füreinander empfinden, sind unbestreitbar. Diese Liebe wird ihnen helfen, die Hürden, die mit der Adoption verbunden sind, zu überwinden und das Fassungsvermögen ihrer Familienkonstruktion immer weiter auszudehnen.