
Am 2. April 2025 zeigt die Luftqualität in Potsdam ein besorgniserregendes Bild. Die Messstation im Potsdamer Zentrum erfasst insbesondere die Feinstaubkonzentrationen (PM10), die wichtige Indikatoren für die Luftverschmutzung sind. Der Grenzwert für PM10 liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und der Wert darf jährlich maximal 35 Mal überschritten werden, berichtet MAZ Online.
Die Luftqualität wird anhand der Werte für Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon gemessen. Die verschiedenen Grenzwerte geben Aufschluss über die gesundheitlichen Risiken. Werte über 200 μg/m³ für Stickstoffdioxid, 100 μg/m³ für Feinstaub und 240 μg/m³ für Ozon gelten als „sehr schlecht“, während Werte zwischen 101-200 μg/m³ (Stickstoffdioxid), 51-100 μg/m³ (Feinstaub) und 181-240 μg/m³ (Ozon) als „schlecht“ eingestuft werden. Eine „mäßige“ Luftqualität liegt vor, wenn die Werte 41-100 μg/m³ für Stickstoffdioxid, 35-50 μg/m³ für Feinstaub und 121-180 μg/m³ für Ozon betragen.
Gesundheitliche Einsichten
Die regelmäßigen Messungen werden sowohl in Stundenmittel als auch als stündlich gleitendes Tagesmittel durchgeführt. Besorgniserregend ist die Tatsache, dass in der EU jährlich 240.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub verursacht werden. Bei sehr schlechter Luftqualität sollten empfindliche Personen körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden, während sie bei schlechter Luftqualität anstrengende Tätigkeiten zumindest reduzieren sollten. Bei mäßiger Luftqualität sind zwar kurzfristige gesundheitliche Auswirkungen unwahrscheinlich, jedoch könnten empfindliche Personen dennoch betroffen sein.
Die aktuelle Wetterlage bietet nicht viel Hoffnung auf Verbesserungen. Laut den Daten von IQAir, liegt die Luftfeuchtigkeit zwischen 30% und 61%, wobei auch Temperaturschwankungen von 6°C bis zu angenehmen 17°C zu beobachten sind. In Zeiten von Inversionswetterlagen können sich Feinstaubkonzentrationen in städtischen Gebieten extrem erhöhen, was die Problematik zusätzlich verstärkt.
Ein jahreszeitliches Phänomen
Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Feinstaubbelastung wird durch die Feiertage verstärkt: Silvesterfeuerwerke setzen rund 1500 Tonnen Feinstaub frei. Dies entspricht 75% der gesamten jährlichen Feuerwerksbelastung, jedoch ist dieser Einfluss im Vergleich zur ganzjährigen Belastung relativ gering. Die Partikel aus Feuerwerken sind kleine, gesundheitsschädliche Staubteilchen, die zur Gesamtbelastung beitragen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Luftqualität in Potsdam weiterhin ein kritisches Thema ist. Während die Messstationen täglich wertvolle Daten liefern, bleibt die Herausforderung, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und langfristig Lösungen zur Verbesserung der Luftqualität zu finden.