
Am 9. Januar 2025 verstarb Manfred Blessin, eine prägende Persönlichkeit im Sportleben Stralsunds, im Alter von 74 Jahren. Blessin hinterlässt eine bedeutende Lücke in der Sportgemeinschaft und wird vor allem für seine Arbeit als Organisator des Rügenbrückenlaufs in Erinnerung bleiben. Diese Veranstaltung fand zur Eröffnung der Rügenbrücke im Jahr 2007 statt und zog über 3000 Läufer aus ganz Deutschland an, darunter auch prominente Sportler wie Waldemar Cierpinski und Olaf Beyer.
Blessin war nicht nur der Initiator des Laufes, sondern auch aktives Mitglied seines Vereins, des TSV 1860 Stralsund, in dem er beeindruckende 60 Jahre lang engagiert war. Sein Sohn Andreas ist der aktuelle erste Vorsitzende des Vereins, der unter Blessins Einfluss in den letzten Jahren florierte. Auch 2024 war Blessin noch aktiv in die Organisation des Rügenbrückenlaufs eingebunden und kümmerte sich um den Shuttle-Service sowie die Vereinbarung der Jahnsportstätte.
Ein Leben für die Leichtathletik
Die Leidenschaft des Verstorbenen galt insbesondere der Leichtathletik. Blessin war ein erfahrener Kampfrichter, der im höchsten Kampfgericht der DDR tätig war. Sein letzter gemeinsamer Wettkampf mit seinem Sohn fand 2009 bei den Weltmeisterschaften in Berlin statt. Über einen Zeitraum von 30 Jahren setzte er sich außerdem für den Bau eines Leichtathletikstadions in Stralsund ein, das derzeit an der Kupfermühle entsteht. Seine Lebenserfahrung und sein Engagement wurden in einer Vielzahl von Veranstaltungen und durch seine Mitarbeit im Stadtsportbund gewürdigt.
Der Rügenbrückenlauf, der vom Sportbund Stralsund und der Nordic Events organisiert wurde, bot nicht nur die Möglichkeit für Wettbewerbe über 6 km und 10 km, sondern auch eine Volksfestatmosphäre für die Teilnehmer und Zuschauer. Medaillen, Urkunden und T-Shirts waren Teil des Paketes, das den Athleten überreicht wurde. Dabei wurden auch spezielle Ehrungen für die besten Stralsunder Athleten verliehen.
Ein bleibendes Erbe
Manfred Blessin verstarb unerwartet, einige Wochen vor seinem 75. Geburtstag, und hinterlässt eine Familie, die aus seiner Frau, drei Kindern und sieben Enkelkindern besteht. Die Trauer um seine Person ist bei den langjährigen Weggefährten groß, besonders bei Andreas Boehk, dem Organisator des Rügenbrücken-Marathons, der die enge und kollegiale Zusammenarbeit mit Blessin hervorhob.
Mit Blessin verliert der Stralsunder Sport nicht nur einen passionierten Sportler und Organisator, sondern auch eine wichtige Stimme und Säule der Gemeinschaft, die sich unermüdlich für die Förderung des Sports in der Region eingesetzt hat. Ostsee-Zeitung berichtet über sein Lebenswerk und den bleibenden Einfluss, den er auf die Stralsunder Sportgemeinschaft ausgeübt hat.
Die traditionellen Veranstaltungen, die Blessin mitbegründet hat, werden sicherlich als Teil seines Erbes fortgeführt. Die erste Ausgabe des Rügenbrückenmarathons fand bereits im Mai 2008 statt und bleibt ein beliebtes Event der Region, das viele Athleten anzieht. Wie LVMV berichtet, waren auch bei dieser Eröffnungsfeier die Teilnehmerzahlen beeindruckend und die Stimmung überragend. Die Begeisterung der Läufer und Zuschauer sowie die beeindruckenden Leistungen der Athleten werden stets an Blessin erinnern.
Zusammen mit den Erinnerungen an die 19. Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Budapest 2023, bei der deutsche Athleten eine Enttäuschung erlebten, wird das Andenken an Blessin die Hoffnung auf die zukünftige Entwicklung und Unterstützung des Sports in der Region und darüber hinaus stärken. Apollo-News erläutert die Herausforderungen, vor denen die deutsche Leichtathletik steht, während Blessins Erbe weiterhin inspirieren wird.