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S-Bahn-Gefahren: Gewalt und Diebstahl nehmen dramatisch zu!

Die Sicherheit an S-Bahn-Bahnhöfen in Berlin hat in den letzten Jahren stark abgenommen. Dies zeigt sich an der steigenden Gewaltintensität und der zunehmenden Anzahl schwerer Verletzungen, die durch Waffen und gefährliche Gegenstände verursacht werden. Die Bundespolizei hat Alarm geschlagen und auf eine besorgniserregende Entwicklung hingewiesen. Insbesondere im März 2025 wurde eine umfassende Sicherheitsaktion ins Leben gerufen, um diesem Trend entgegenzuwirken. Zwischen dem 7. und 31. März galten an ausgewählten Bahnhöfen spezielle Regelungen.

Die Maßnahmen erstreckten sich auf wichtige Haltestellen wie Zoo, Hauptbahnhof, Friedrichstraße und Alexanderplatz, um nur einige zu nennen. Eine Allgemeinverfügung verbot das Tragen von gefährlichen Gegenständen zwischen 14 und 4 Uhr. Insgesamt wurden während dieser Phase 3.272 Personen kontrolliert. Von diesen wurden bei 255 Personen gefährliche Waffen sichergestellt, darunter 146 Messer und 83 Reizstoffe.

Steigende Gewaltzahlen

Die Situation in den Bahnhöfen ist alarmierend. Laut rbb24.de hat die Bundespolizei im Jahr 2024 mehr als 10.600 Körperverletzungen in Bahnhöfen registriert. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem 10.115 Fälle dokumentiert wurden, ist dies ein signifikanter Anstieg. Diese Statistiken verdeutlichen die Herausforderungen, vor denen die Sicherheitsbehörden stehen.

Besonders bemerkenswert ist, dass die Anzahl der Übergriffe in Zügen konstant blieb. Bis Ende Oktober 2024 wurden 2.661 Übergriffe gemeldet, mit den meisten Vorfällen im Regionalverkehr. Hier gab es 1.418 Vorfälle, während in Hochgeschwindigkeitszügen 171 Übergriffe verzeichnet wurden. Täglich nutzen rund 20 Millionen Reisende und Besucher die 5.700 Bahnhöfe in Deutschland, was den Druck auf die Sicherheitskräfte erhöht.

Diebstähle und Sicherheitsinvestitionen

Ein weiteres großes Problem ist der Diebstahl von Taschen und Handgepäck. Bis Ende Oktober 2024 wurden in Bahnhöfen 10.185 Diebstähle und in Zügen 10.118 Diebstähle registriert. Diese Zahl zeigt einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr und ist insbesondere in Hochgeschwindigkeitszügen mit 3.300 Fällen sowie im Regionalverkehr mit 3.087 Fällen besorgniserregend.

Um die Sicherheit zu erhöhen, hat die Deutsche Bahn ihre Infrastruktur verbessert. Bis Ende 2024 wurde die Zahl der Videokameras in Bahnhöfen auf 11.000 und in Regional- und S-Bahnzügen auf über 50.000 erhöht. Zudem wird in Sicherheitsmaßnahmen jährlich mehr als 200 Millionen Euro investiert. Laut tagesschau.de sind rund um die Uhr etwa 6.000 Beamte der Bundespolizei und 4.500 Sicherheitskräfte der Deutschen Bahn im Einsatz, um gegen die Kriminalität vorzugehen.

Die Maßnahmen zur Sensibilisierung der Reisenden durch Lautsprecherdurchsagen und Hinweise zur Gepäckaufsicht sind ebenfalls Teil der Strategie zur Verbesserung der Sicherheit. In Anbetracht der aktuellen Situation ist es jedoch unklar, ob die kurzfristigen Sicherheitsmaßnahmen wie die Allgemeinverfügung erneut oder dauerhaft eingeführt werden.

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Statistische Auswertung

Was ist passiert?
Körperverletzung, Diebstahl
In welcher Region?
Zoo, Hauptbahnhof, Friedrichstraße, Alexanderplatz, Gesundbrunnen, Spandau, Ostbahnhof, Warschauer Straße, Ostkreuz, Lichtenberg, Neukölln, Südkreuz
Genauer Ort bekannt?
Mitte, Deutschland
Gab es Verletzte?
10600 verletzte Personen
Festnahmen
43
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